Text+ red circle

Text+ in der Zusammenfassung

Text+ beabsichtigt den Aufbau einer auf Text- und Sprachdaten ausgerichteten Forschungsdateninfrastruktur, die sich speziell auf digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen (einschl. Wörterbücher) und Editionen konzentriert. Diese Datenbereiche haben eine lange Tradition in der geisteswissenschaftlichen Forschung. Sie sind mit ausgereiften methodologischen Paradigmen verknüpft, die jeweils charakteristische, aber auch bereichsübergreifende Praktiken der Datenerzeugung, der Datenkuratierung und des Datenmanagements erfordern. Sie sind unabdingbar für eine breite Palette von Fachdisziplinen, u. a. für die Sprach-, Literatur-, Kultur- und die Geschichtswissenschaften, sowie für die Philosophie und für die sprach- und textbasierte Forschung in den Sozial- und Politikwissenschaften.

Die an Text+ beteiligten Institutionen repräsentieren die meisten, wenn nicht alle relevanten Interessensgruppen, die Forschungsdaten für die Geisteswissenschaften bereitstellen: Forschungsbibliotheken, Universitäten, Datenzentren der Digital Humanities, Mitglieder der Deutschen Akademienunion und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft. Text+ umfasst außerdem führende Rechenzentren, die robuste und persistente Infrastrukturdienste für eine distribuierte Forschungsdateninfrastruktur absichern. Alle Text+-Institutionen stellen signifikante Eigenmittel zur Verfügung und dokumentieren damit ihre starke Unterstützung für Text+. Das hohe Interesse der beteiligten Fachdisziplinen wird durch die große Anzahl von Beteiligten und Unterstützern illustriert.

Die Lenkungsstruktur (engl. governance) von Text+ unterstützt die gemeinsame Verantwortung und die Konsensbildungsprozesse zwischen Infrastrukturanbietenden und -nutzenden sowie Kooperationen über Disziplinengrenzen hinweg. Im Zentrum dieser Lenkungsstruktur stehen drei wissenschaftliche Koordinationskomitees und ein Infrastrukturbetriebskomitee. Diese Komitees haben die Aufgabe, das Text+-Portfolio an Daten, Werkzeugen und Diensten kontinuierlich zu evaluieren und seine Weiterentwicklung im Einklang mit den Prioritäten der beteiligten Fachdisziplinen voranzutreiben.

Call for User Stories

Sammlung konkreter Bedarfe aus der Text+-Community

Text+ wurde in der ersten NFDI-Antragsrunde nicht berücksichtigt, doch wir führen mit einer überarbeiteten Einreichung in der zweiten Antragsrunde unser Engagement zum Aufbau einer Text- und Sprachdaten ausgerichteten Forschungsdateninfrastruktur fort. Als Maßnahme zur weiteren Integration des Nutzendenbedarfs bitten wir Sie um Ihre Unterstützung und laden Sie ein, die angebotenen Services und Daten innerhalb von Text+ mitzugestalten.

Die Templates für die User Stories können Sie als PDF und in der bearbeitbaren Word-Version in deutscher und englischer Sprache über unsere Webseite abrufen (englisch bevorzugt).

Mit diesem Call wollen wir möglichst die gesamte Bandbreite der beteiligten Disziplinen, Datendomänen und Forschungsfragen erfassen. Genauere Angaben zu Inhalt und Abgabe der User Story erhalten Sie im Template. Sie können die Vorlagen gerne mehrfach ausfüllen und eine oder mehrere User Stories einreichen. Antworten werden bis zum 16. August 2020 erbeten. Nach Erhalt werden die Einreichungen durch uns ausgewertet und einzeln oder als zusammengefasstes Ergebnis auf dieser Webseite veröffentlicht. Wir freuen uns, wenn wir Ihren Namen zur jeweiligen User Story nennen dürfen. Sie können aber selbstverständlich auch anonymisierte Angaben machen. Für Fragen zu den User Stories steht Ihnen das Team des Text+-Office unter office@text-plus.org gerne zur Verfügung.