User Stories

Derzeit bereiten wir uns darauf vor, für Text+ einen überarbeiteten Förderantrag in der zweiten NFDI-Runde zu stellen. Damit setzen wir unser Engagement für den Aufbau einer auf Text- und Sprachdaten ausgerichteten Forschungsdateninfrastruktur fort. Zur Integration des Nutzendenbedarfs haben wir Sie eingeladen, sich mit User Stories aus ihrem Forschungsumfeld zu beteiligen. Ziel ist es, eine große Bandbreite der beteiligten Disziplinen, Datendomänen und Forschungsfragen zu erfassen.

In kurzer Zeit haben uns mehr als 120 User Stories erreicht. Vielen Dank an die aktive Community für die wertvollen Beiträge und die Bereitschaft, Text+ zu unterstützen! Ihre Rückmeldungen sind wichtig, um das Angebot von Text+ gemeinsam zu gestalten. Generell sehen wir diese Beiträge als ein wichtiges Element der Partizipation an Text+.

Veröffentlichung und Auswertung

Nach und nach werden wir hier die User Stories in einheitlicher und referenzierbarer Form veröffentlichen. Alle Beiträge sind entlang der Datendomänen von Text+ eingeteilt: Collections, Lexical Resources, Editions ergänzt durch eine vierte thematisch übergreifende Kategorie. Als weiteres Ordnungsmerkmal verwenden wir die DFG-Fachsystematik (auf der Ebene 101–113, die Subdisziplinen werden aus den Texten selbst ersichtlich).

Hier finden Sie die User Stories entsprechend der DFG Fachsystematik sortiert.
Verteilung basierend auf 120 User Stories zum 24.08.2020

Die Beiträge haben insgesamt einen Schwerpunkt in den Sprach- und Literaturwissenschaften (104–105) und nur wenige beziehen sich ausschließlich auf Geschichte (102) oder Kunst, Musik, Theater, Medien (103). Überraschend stark engagiert haben sich die Klassische Philologie (101) und die Sozial- und Kulturanthropologie / außereuropäische Kulturen, Judaistik und Religionswissenschaften (106) sowie Theologie (107) und Philosophie (108). Auch sozialwissenschaftliche Fächer haben sich zu einem kleinen Teil an unserem Call beteiligt. Daneben haben einige User Stories einen dezidiert interdisziplinären Fokus. Viele User Stories nehmen detailliert Bezug auf infrastrukturelle Fragen oder mögliche Dienste von Text+ und zeigen anhand individueller Forschungsfragen sehr konkret, welche Bedarfe, aber auch Lösungsvorschläge sie einbringen.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass je nach Kontext, ob Einzelprojekt, größere Forschergruppe oder AG die Einschätzungen über das, was Text+ und die NFDI leisten können und sollen, divergieren. Als roter Faden zieht sich die Beschäftigung mit der Verfügbarkeit und Nutzbarmachung beschränkt zugänglicher Forschungsdaten durch viele User Stories. Ein weiteres wichtiges Thema zielt auf die Möglichkeit ab, wertvolle, aber vielleicht weniger prominente Daten aus kleinen Sprachen oder individuellen Forschungsprojekten mithilfe von Text+ nachnutzbar zu machen. Auch die scheinbar schlichte Verknüpfung verteilter Ressourcen ist ein Anliegen, das weiterhin präsent und für die Community noch nicht gelöst ist.