Kooperationsprojekte

Ausschreibung zur Förderung von Kooperations-Projekten durch Text+

FAQs

Das NFDI-Konsortium Text+ vergibt Fördergelder im Rahmen von jährlichen Ausschreibungen, um das Angebot an Daten und Diensten für die Nutzung durch die wissenschaftliche Community kontinuierlich zu erweitern.

Als Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) ist Text+ auf Sprach- und Textdaten ausgerichtet und konzentriert sich gegenwärtig auf digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen. Die beteiligten Institutionen stellen Daten und Dienste für die Nutzung durch die wissenschaftliche Community zur Verfügung.

Ziel dieser Ausschreibung ist es, die Angebote an Daten und Services von Text+ kontinuierlich zu erweitern und für die Community der Forschenden langfristig verfügbar zu machen. Dazu werden auf ein Kalenderjahr befristete Projekte gefördert, deren Ergebnisse in die Text+ Infrastruktur integriert werden. Dies kann z. B. dadurch geschehen, dass vorhandene Daten so aufbereitet werden, dass sie durch ein bereits an die Text+ Infrastruktur angebundenes Datenzentrum für die Community verfügbar werden. Alternativ können eigene Datenzentren mit Schnittstellen ausgestattet werden, um die betreffenden Daten in der Text+ Infrastruktur verfügbar zu machen. Die Bereitstellung entsprechend den FAIR- und CARE-Prinzipien ist dabei wesentlich. Nach den Richtlinien der NFDI sind nur Arbeiten förderfähig, die auf die Integration in das Angebotsportfolio von Text+ abzielen. Aufbau und Ausbau von Ressourcen selbst sind hingegen aus Eigenmitteln zu tragen.

Förderanträge können für einen der Bereiche Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen gestellt werden. Wir empfehlen potentiellen Antragstellenden, sich im Vorfeld einer Antragstellung mit den Text+ Co-Sprechenden der betreffenden Bereiche zu beraten. Die Liste der Ansprechpersonen finden Sie am Ende dieser Ausschreibung.

Im Rahmen dieser Ausschreibungen können mehrere Projekte in der Regel mit einem Finanzvolumen zwischen 35.000 und 60.000 EUR gefördert werden. Zusätzlich wird auf die Projektsumme ein Overhead von 22% gewährt. Die Laufzeit der Projekte ist an das Kalenderjahr 2023 gebunden und beträgt maximal 12 Monate; eine Übertragung von nicht ausgegebenen Mitteln auf das Folgejahr ist nicht möglich.

Bewerbungsvorlage

Bitte nutzen Sie die hier hinterlegte Word-Vorlage für Ihre Bewerbung.

Eventuelle Rückfragen können Sie gerne an office@text-plus.org adressieren.

Zeitplanung

  • Veröffentlichung der Ausschreibung: 02. März 2022
  • Bewerbungsende: 15. Mai 2022
  • Bekanntgabe der Förderung: 22. November 2022
  • Frühestmöglicher Förderbeginn: 01. Januar 2023
  • Ende der Förderung spätestens: 31. Dezember 2023
  • Weitere Ausschreibungsrunden 2023, 2024, 2025

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind Abteilungen und Arbeitsgruppen, die nicht bereits im Rahmen von Text+ finanziell gefördert werden, die aber den DFG-Förderrichtlinien für die NFDI (Abschnitt III (1)) entsprechen.

Das Begutachtungsverfahren wird durch die Koordinationskomitees der jeweiligen Arbeitsbereiche geleitet. Falls Mitglieder der Koordinationskomitees an Anträgen beteiligt sind, werden diese Mitglieder vom Begutachtungsprozess im jeweiligen Jahr ausgeschlossen.

Die Förderung setzt den Abschluss eines Kooperationsvertrags mit dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim als hauptantragsstellender Einrichtung von Text+ voraus.

Auswahlkriterien

Voraussetzung der Förderung ist die Verknüpfung und Integration in die Text+ Infrastruktur nach den FAIR- und CARE-Prinzipien und die Erweiterung des Angebotsportfolios von Text+ bezüglich Daten bzw. Services.

Die Begutachtung der Anträge wird nach den folgenden Kriterien erfolgen:

  • Relevanz und Innovation
    • potentieller wissenschaftlicher Beitrag der Daten bzw. Services
    • klare Problembeschreibung und Bezug zu den Arbeitsprogrammen des Konsortiums Text+
    • Nachnutzbarkeit und Zugänglichkeit der Daten bzw. Services
  • wissenschaftliche Qualität des Projekts
  • Beitrag zu Diversität und Repräsentativität des Text+ Datenangebots
  • Aufwandsabschätzung
    • Angemessenheit der beantragten Fördersumme für die Realisierung
    • Vorarbeiten und eigene Beiträge der Antragsstellenden

Ansprechpersonen:

Sammlungen: Dr. Peter Leinen (p.leinen (AT) dnb.de)
Lexikalische Ressourcen: PD Dr. Alexander Geyken (geyken (AT) bbaw.de)
Editionen: Prof. Dr. Andreas Speer (andreas.speer (AT) uni-koeln.de)

FAQs

Was ist das Ziel der Kooperationsprojekte?

Kooperationsprojekte im Rahmen von Text+ dienen dazu, das Angebotsportfolio von Text+ zu erweitern und deutlich zu machen, dass Text+ offen für neue Angebote und Beteiligte ist. Text+ beschränkt sich nicht nur auf die Angebote der initialen Partner, sondern kann als Infrastruktur auch weitere Daten und Dienste integrieren. Wer ein Kooperationsprojekt anbietet, wird damit auch Teil des Text+-Netzwerks und kann sich am weiteren Aufbau der Infrastruktur beteiligen und von den Entwicklungen profitieren.

Wenn ein Vorschlag für ein Kooperationsprojekt in einem Jahr nicht gefördert wird, darf der Antrag in einer späteren Runde nochmals gestellt werden? Kann ein Antrag in einer der nächsten Runden auch eingereicht werden, falls zuvor keine Finanzierung möglich war?

Auf jeden Fall. Im Rahmen der Begutachtung der Projekte wird eine Prioritätenliste der Vorschläge erstellt, die bis zur Ausschöpfung des jeweiligen Budgets einer Finanzierungsrunde bewilligt werden können. Das bedeutet also nicht notwendigerweise, dass ein Projekt, das in einem Jahr nicht gefördert wurde, nicht förderfähig wäre. Natürlich kann ein Antrag vor der Neueinreichung weiter gestärkt und auch durch weitere eigene Vorarbeiten aktualisiert werden. Im konkreten Fall sollte zuvor das Gespräch mit denjenigen gesucht werden, die die jeweilige Datendomäne koordinieren (vgl. hierzu unter dem Punkt „Antragstellung“ die Frage „Wer kann im Vorfeld der Antragstellung angesprochen werden, um die Vorgaben, Erwartungen etc. bei der Planung und Konzeption der Kooperationsprojekte auf die Anforderungen von Text+ abzustimmen?“).

Wer kann einen Antrag stellen? Können Studierende/Promovierende/Initiativen einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind Abteilungen und Arbeitsgruppen, die nicht bereits im Rahmen von Text+ finanziell gefördert werden, die aber den DFG-FÖRDERRICHTLINIEN FÜR DIE NFDI (ABSCHNITT III (1) (https://www.dfg.de/formulare/nfdi100/nfdi100_en.pdf)) entsprechen. Einzelforschende und Verbünde von Forschenden (z. B. in Verbundprojekten) können z. B. über ihre Hochschule oder Forschungseinrichtung einen Antrag stellen, wenn sie zu den in den DFG-Richtlinien genannten Einrichtungen zählen. Viele Universitäten und Forschungseinrichtungen haben dazu eigene Abteilungen, die sich mit Forschungsförderung und Drittmittelprojekten beschäftigen. Forschende sollten mit der entsprechenden Abteilung ihrer Heimatinstitution Kontakt aufnehmen, um die Voraussetzungen einer Antragstellung durch die Einrichtung zu klären.

Können auch Einzelpersonen Anträge stellen oder müssen es immer Teams sein? Können auch zwei Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen Anträge stellen?

Es gibt keine Vorgaben zur Größe eines Teams, das ein Kooperationsprojekt durchführt. Antragsberechtigt sind aber nur Abteilungen und Arbeitsgruppen, die nicht bereits im Rahmen von Text+ finanziell gefördert werden, die aber den DFG-FÖRDERRICHTLINIEN FÜR DIE NFDI (ABSCHNITT III (1), siehe https://www.dfg.de/formulare/nfdi100/nfdi100_en.pdf ) entsprechen. Einzelforschende und Verbünde von Forschenden (z. B. in Verbundprojekten) können z. B. über ihre Hochschule oder Forschungseinrichtung einen Antrag stellen, wenn sie zu den in den DFG-Richtlinien genannten Einrichtungen zählen. Im konkreten Fall sollte zuvor das Gespräch mit denjenigen gesucht werden, die die jeweilige Datendomäne koordinieren (vgl. hierzu unter dem Punkt „Antragstellung“ die Frage „Wer kann im Vorfeld der Antragstellung angesprochen werden, um die Vorgaben, Erwartungen etc. bei der Planung und Konzeption der Kooperationsprojekte auf die Anforderungen von Text+ abzustimmen?“).

Können sich auch Forschende aus anderen Ländern an einem Antrag beteiligen?

In einigen Projekten haben Forschende aus dem Ausland einen wichtigen Beitrag zu leisten und sorgen für die fachliche Anbindung auch über die nationale Perspektive hinaus. Sie können ihre Beiträge auch im Rahmen von Unterstützungsschreiben ausdrücken. Zuwendungsempfänger sind an die Zuwendungsbestimmungen der DFG gebunden (siehe http://www.dfg.de/formulare/nfdi300/nfdi300_de.pdf), außerdem müssen die Zuwendungsempfänger antragsberechtigt sein (siehe DFG-Förderrichtlinien für die NFDI Abschnitt III (1) https://www.dfg.de/formulare/nfdi100/nfdi100_en.pdf).

Sind weitere Ausschreibungsrunden geplant?

Ja, es sind weitere Ausschreibungsrunden in den Jahren 2023 (Mittelvergabe für 2024), 2024 (Mittelvergabe für 2025) und 2025 (Mittelvergabe für 2026) geplant.

Welche Rolle haben Fachverbände bei der Antragstellung?

Den Fachverbänden und -verbünden kommt eine wichtige Scharnierfunktion bei Kooperationsprojekten zu: Als Teil der Plenarversammlung sind sie am Aufbau und an der Zusammensetzung der Komitees beteiligt, die die Priorisierung der Anträge vornehmen und die Ausschreibung begleiten. Daneben können Verbände und Verbünde auch Projektanträge unterstützen, z. B. durch die Abgabe von eigenen Einschätzungen zu den Projektanträgen im Rahmen eines Unterstützungsbriefes.

Wie umfangreich soll der Antrag sein?

Im Antragstemplate sind Angaben zu Seitenzahlen einzelner Abschnitte des Antrags hinterlegt. Dieses Template dient dazu, im Begutachtungsprozess einen schnellen Überblick über die eingereichten Projekte zu schaffen. Außerdem sollen die Seitenzahlen auch als Hinweise zum Umfang der jeweiligen Abschnitte verstanden werden. Antragstellende sollten sich an den dort angegebenen Umfängen orientieren. Im konkreten Fall können Rückfragen mit denjenigen geklärt werden, die die jeweilige Datendomäne koordinieren (vgl. hierzu unter dem Punkt „Antragstellung“ die Frage „Wer kann im Vorfeld der Antragstellung angesprochen werden, um die Vorgaben, Erwartungen, etc. bei der Planung und Konzeption der Kooperationsprojekte auf die Anforderungen von Text+ abzustimmen?“).

Wer kann im Vorfeld der Antragstellung angesprochen werden, um die Vorgaben, Erwartungen, etc. bei der Planung und Konzeption der Kooperationsprojekte auf die Anforderungen von Text+ abzustimmen?

Antragstellende, die ihren Projektvorschlag selbst einer der Domänen Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen zuordnen können, wenden sich bitte an die jeweiligen, nachfolgend genannten Co-Sprechenden der entsprechenden Text+-Domäne. Sollten Sie Ihren Beitrag nicht eindeutig zuordnen können, wählen Sie einen der nachfolgend genannten Co-Sprechenden Ihrer Wahl; die Co-Sprechenden werden sich gegebenenfalls dazu abstimmen, wer Ihnen als Ansprechperson zur Verfügung stehen wird.
Sammlungen: Dr. Peter Leinen (p.leinen (AT) dnb.de)
Lexikalische Ressourcen: PD Dr. Alexander Geyken (geyken (AT) bbaw.de)
Editionen: Prof. Dr. Andreas Speer (andreas.speer (AT) uni-koeln.de)

Auch das Text+-Office steht Ihnen gerne unterstützend bei Rückfragen zur Verfügung (office@ text-plus.org)

Werden die weiteren Bewerbungsrunden ähnlich ausfallen wie die in 2022 oder ist geplant, die Bewerbungskriterien bzw. Kriterien für potenzielle Projekte dann möglicherweise spezifischer, enger oder anders zu fassen?

Nach den Erfahrungen der ersten Bewerbungsrunde werden die Kriterien und deren Passgenauigkeit überprüft und möglicherweise für nachfolgende Runden überarbeitet werden.

Wie umfangreich sollen die Daten sein, die im Rahmen eines Kooperationsprojekts eingebracht werden können?

Da es sehr unterschiedliche Datenarten gibt, die in Text+ adressiert werden, kann es keine allgemeine Aussage wie etwa in „Anzahl an Wörtern“, „Menge der Annotationen“, „Dateigröße in Gigabyte“ geben. Im konkreten Fall sollte zuvor das Gespräch mit denjenigen gesucht werden, die die jeweilige Datendomäne koordinieren (vgl. hierzu unter dem Punkt „Antragstellung“ die Frage „Wer kann im Vorfeld der Antragstellung angesprochen werden, um die Vorgaben, Erwartungen, etc. bei der Planung und Konzeption der Kooperationsprojekte auf die Anforderungen von Text+ abzustimmen?“).

Welche Datenformate werden für Daten in Kooperationsprojekten von Text+-Partnern angenommen?

Es gibt keine abgeschlossene Liste von empfohlenen und akzeptablen Datenformaten. Es wird empfohlen, sich an Formaten zu orientieren, die bereits von Partnern eingesetzt (und „für gut befunden“) wurden. Auch gibt es Standard-Formate, etwa der Text Encoding Initiative (TEI), des W3C und der ISO. Eine Faustregel ist, dass ein Format dann leichter zu integrieren ist, je näher es sich am Standard orientiert und es sich leicht in bereits innerhalb von Text+ verwendeten Formate konvertieren lässt. Im konkreten Fall sollte zuvor das Gespräch mit denjenigen gesucht werden, die die jeweilige Datendomäne koordinieren (vgl. hierzu unter dem Punkt „Antragstellung“ die Frage „Wer kann im Vorfeld der Antragstellung angesprochen werden, um die Vorgaben, Erwartungen, etc. bei der Planung und Konzeption der Kooperationsprojekte auf die Anforderungen von Text+ abzustimmen?“).

Was bedeutet „Integration von Daten und Diensten in Text+“?

Unter Integration werden die Maßnahmen verstanden, über die Daten und Dienste langfristig für Nutzende der Text+-Infrastruktur zugänglich gemacht werden. Dies kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass Daten von anderen Text+-Partnern gehostet werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass ein eigenes, nachhaltiges (zertifiziertes) Repositorium betrieben und über Schnittstellen an Text+ angebunden wird. Die Metadaten werden jeweils über entsprechende Schnittstellen bereitgestellt. Zur Integration gehört auch, dass keine Nachdigitalisierung nötig ist.

Wenn interessante Datensammlungen entdeckt werden, wie können sie über Text+ zugänglich gemacht werden? Kann man Text+ vorschlagen, sich um die Aufbereitung und Integration von Daten zu kümmern?

Text+ legt den Schwerpunkt auf Forschungsdaten, die in digitalen Formaten vorliegen. Eine Digitalisierung durch Text+ ist derzeit nicht Teil des Angebotsportfolios. Wenn Ressourcentypen beigetragen werden sollen, die nicht im Schwerpunkt eines Daten- und Kompetenzzentrums von Text+ liegen, besteht eine Integrationsmöglichkeit darin, ein eigenes Repositorium für diese Datentypen aufzubauen. Eine Übernahme von Angeboten erfordert auf jeden Fall die Abklärung von Rechten und langfristigen Verantwortungen.

Was konkret beinhaltet der Abschluss eines Kooperationsvertrages mit dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache?

Kooperationsprojekte im Rahmen von Text+ beruhen auf den Verwendungsrichtlinien der DFG für NFDI-Konsortien (siehe http://www.dfg.de/formulare/nfdi300/nfdi300_de.pdf). Die Partner, die Kooperationsprojekte durchführen, werden Teil des Text+-Konsortiums. Die Zusammenarbeit und Mittelweiterleitung ist in Text+ durch einen Mittelweiterleitungs- und Kooperationsvertrag geregelt, der zwischen dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache und den jeweiligen Partnern inhaltsgleich bilateral geschlossen wird. Als Kontaktmöglichkeit für Fragen zum Vertrag steht das Text-Plus-Office (office@text-plus.org) zur Verfügung.

Welcher Text+-Domäne (Sammlungen, lexikalische Ressourcen, Editionen, Infrastructure/Operations) wird ein Projektvorschlag zugeordnet?

Die Struktur von Text+ richtet sich nach den Datendomänen Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen. Daneben gibt es übergreifend den Bereich „Infrastructure/Operations“.

Welche Kostenarten können beantragt werden?

Gemäß den Förderrichtlinien der DFG können Personalkosten und Sachmittel (Reisemittel) beantragt werden. In der Summe sollten sie den Betrag von 65.000,- Euro nicht überschreiten. Investitionsgüter (Server, Rechnerausstattung, Arbeitsplatz, Geräte,…) sind nicht förderfähig.